Beratungsstelle Wohnungserhalt der Stadt Freising

Kompetente Unterstützung bei drohendem Wohnungsverlust

Seit 2020 setzt sich die Präventionsstelle der Stadt Freising aktiv für den Erhalt von Wohnraum ein. Damals im Amt 34 gegründet, begann alles mit einer engagierten Mitarbeiterin, die die Stelle von Grund auf aufbaute. Mittlerweile sind es zwei erfahrene Fachkräfte, die sich um die steigende Zahl an Menschen kümmern, die von Wohnungsverlust bedroht sind. Der Bedarf wächst – inzwischen werden jährlich rund 80 Haushalte im Stadtgebiet Freising beraten und unterstützt.

„Die Beratung ist wirklich sehr wichtig“, sagt Birgit Spadi, die die Beratungsstelle zusammen mit ihrer Kollegin Veronika Kraus leitet. „Viele Betroffene hätten ihre Wohnung nämlich gar nicht verloren, wenn wir sie vorher beraten hätten.“ Devise sei es, so Spadi, „die Leute ‚abzufangen‘ bevor sie ihre Wohnung verlieren.“

Offenes Ohr und professionelle Hilfe
Die Beratungsstelle richtet sich an Einzelpersonen, Paare und Familien gleichermaßen. Immer dann, wenn eine Kündigung, eine bevorstehende Räumung oder andere Gründe den Wohnraum gefährden, finden Betroffene hier ein offenes Ohr und professionelle Hilfe.

Ziel der Präventionsarbeit ist es, frühzeitig und niederschwellig einzugreifen, um den Verlust der Wohnung möglichst zu verhindern. Dabei geht es nicht nur um das akute Wohnproblem, sondern auch um eine ganzheitliche Stabilisierung der Lebenssituation: finanzielle Engpässe, Schulden, der Umgang mit Geld, Jobverlust, Krankheit oder psychische und/oder Suchterkrankungen sind häufige Themen. In vielen Fällen steht zunächst die Sicherung der Existenz im Vordergrund, bevor sich zeigt, welche weiteren Unterstützungsangebote notwendig sind.

Enge Kooperation mit weiteren Beratungsstellen
Die Mitarbeitenden vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Beratungsstellen oder andere soziale Einrichtungen weiter – immer mit dem Ziel, eine langfristige Stabilität im gewohnten Umfeld zu ermöglichen. „Der Wohnungsverlust ist meistens nur die Spitze des Eisbergs, weil viele Leute auch andere Probleme haben – eine Suchterkrankung oder sie wissen nicht, wie man mit Finanzen umgeht“, weiß Mitarbeiterin Veronika Kraus. Deshalb ist die enge Zusammenarbeit mit Sozialträgern, Beratungsstellen und weiteren Einrichtungen in Freising ein zentraler Bestandteil der Arbeit.

Die Beratungsstelle Wohnungserhalt ist die erste Anlaufstelle bei allem rund um Kündigungen, Räumungen oder anderen Umständen, die zu Wohnungsverlust führen könnten. Die Mitarbeiterinnen beraten individuell, vermitteln im Gespräch mit Vermieterinnen und Vermietern oder Behörden und unterstützen bei der Beantragung finanzieller Hilfen. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht. Spadi: „Wir möchten mit unserer Beratung Obdachlosigkeit verhindern. Und wenn es doch dazu kommen sollte, helfen wir, aus dieser wieder herauszukommen.“

Mehr Informationen (und Kontaktmöglichkeiten) finden Sie auf unserer Webseite.

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